Motorsportberichte: Autocross Hoope 29. & 30.5.2010
Geschrieben vonRT auf Dienstag, 15.Juni. @ 07:40:39 CEST
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Grandiose Fight´s auf dem Birkenring
Am 29.-30. Mai fand der dritte Lauf in der Stoppelfeld Autocross Meisterschaft des NAVC-Nord in Hoope auf dem Birkenring statt.
Am Samstag wurden die Autos zügig durch die Technische Abnahme geschleust. Die Zeit dafür war kürzer als auf den anderen Veranstaltungen und der erste Lauf wurde schon am Samstag durchgezogen.
Petrus zeigte sich von der besten Seite und die Fahrer sowie die Zuschauer wurden regelrecht geröstet. Aber das Wetter im Norden kann auch launisch aein und legte uns alle rein. Abends wurde noch gegen den Staub die Bahn gewässert und am Sonntag Morgen war Rohrbruch am Himmel. Hin und wieder stopfte sich das Loch und immer wenn die Bahn Wasser brauchte kam es von oben und die Wasserfässer brauchten nicht ausrücken.
Oliver Schomacker (406) setzt sein Toyota MR2 mit 150 PS gekonnt in Pose.
Was dem Einen sein Glück ist dem Anderen sein Leid. Auf Grund der Wetterlage blieb der sonst so prall gefüllte Zuschauerraum rund um den Birkenring ziemlich kahl. Das hielt die Fahrer aber nicht davon ab, eine mords Party zu starten. Auch wenn die Bahn naß und rutschig war und andere Veranstalter einen Rennabbruch gefordert hätten, hier wurde energisch um Sieg und Platz gekämpft. Das ist der Vorteil wenn man den Acker nicht wieder so herrichten muß, das der Besitzer diesen auch wieder nimmt (klingt kompliziert, ist es auch). 200 Starter zeigten, das sie ihre Boliden auch bei schlechtem Wetter unter Kontrolle haben und ich behaupte mal, das jeder, der Zuhause geblieben ist, etwas verpaßt hat.
Die Jugendklasse zeigte ihr Können und mähte um den Parkour, als wenn sie schon 1000 mal hier gewesen wären. Philipp Hartmann (690) hatte sein Auto am besten im Griff und stand ganz oben auf der Treppe vor seinen Konkurrenten Tobias Willshusen (691) der den zweiten Platz belegte und Felix Murk (770) auf Platz 3.
Bei den entschärften aber nicht langsameren Fahrzeugen in der Kl.S setzte sich Friedhelm Meybohm (390) durch, was aber eine rechnerische Sache des Computers war denn Timothy Rivard (105) Pl.2 und Kai Hülsemann (109)Pl.3 hatten genau so wie Friedhelm 25 Punkte eingefahren.
Sieger in der Kl.A bis 1400ccm Sven Buck(131). Unaufhaltsam gewann er jeden Lauf.
Sven Buck(131), der Käferpilot vom MC Elm, zeigte seinen mit Streitern der Kl.A wo der Frosch die Locken hat (hinter den Ohren). Er verwöhnte die Zuschauer mit sportlichen Sound und fahrerischen Können und Platz 1 war im Sack. Team Kollege Nils Buck (412) landete auf Platz 2 vor Pascal Janouch (194) Pl.3.
Waghalsige Duelle bekamen wir auch in der Kl.B zu sehen. Der Käfer von Timo und Marco Meister streckte vorzeitig die Kolben von sich. So konnten sie nur den ersten Lauf für sich entscheiden. Michael Fischer (553) zeigte uns hervorragende Läufe und setzte sich gegen die Käfer Armada durch. Der Golf 1.8l 8V lief souverän vorne weg, mit drei Siegen konnte ihm keiner den ersten Platz streitig machen. Sascha Liehr (319) mußte sich mit Pl.2 zufrieden geben, da der 16V (wenn meine Ohren mich nicht täuschten) wegen Zündausetzern doch die einen oder anderen Pony´s verloren hat. Wen hier wohl keiner auf dem Zettel hatte, war Melanie Bohling(653). Sie ließ die Zügel des Corsa´s lang und haute ihm die Sporen in die Rippen. Wer so getreten wird, will schnell das es vorbei ist. Pl.3 war ihr sicher.
Let´s fetz hieß es auch in der Kl.C. Die Fronttriebler saßen auf dieser Strecke am längeren Hebel und wir mussten uns von Torben Ummler (304) geschlagen geben. Der Kadett MV6 kam besser durch die Kurven als die Mitstreiter und machte auf der langen Graden mächtig Meter. Zur Belohnung gab es Pl.1. Nach einer feindlichen Berührung in der Startphase des dritten Laufs, mußten auch die BMW Piloten Sascha Liehr und Torsten Wiethers das Auto einpacken. Der eine zerlegt die Reifen und der andere den Antriebsstrang des V8 Boliden. Pl.2 ging an Rainer Sprekels(434) und Pl.3 an Lars Morgenroth (218)
D.- wie Allrad. Drei erste Plätze in drei Durchgängen belegte Matthias Kehn (492) auf seinem Subaru. Das japanische Mittel gegen deutsche Achtzylinder. Kein Markwardt und auch kein Fettweiß mit ihren Audi S8 in Sichtweite. Lediglich Claus Röwer (231) der in diesem Jahr noch nicht viel Glück mit seinem Audi hatte durfte sich auf Pl.2 auf die Treppe neben Matthias, dem Erstplazierten stellen. Den dritten Platz belegte Kay Burkert mit dem neu aufgebauten BMW 325 IX.
In der Klasse der Eigenbauten waren drei Fahrzeuge an den Start gefahren aber nur zwei kamen an. Marco Wittkowski (500) sowie Team Kollege Gerd Lüchau (255) fielen mit dem 2,0l 16V aus. Reinhard Buck (112) holte den Pokal für den ersten Platz zu sich nach Hause. Pl.2 ging an Jan Wolgemuth (358). Der Polo Sechzylinder/Vierzylinder lief nicht auf allen Pötten die er sonnst zur Verfügung hatte. Leistungsverlust kann man hier nicht gebrauchen...
Thomas Hohnholt (180) auf der Flucht vor seinem Gegner und Kollegen Andreas Weers (700).
Spezial im Sauseschritt!
Die Klasse F präsentierte sich von ihrer besten Seite. Zwölf Starter machten sich hier das Leben zur Hölle. Nach einem Rennabbruch und schwachen Winken der roten Fahne des Streckenpostens, konnte das Auto von Kevin Bars nicht mehr am Rennen teilnehmen. Das hätte auch verhindert werden können, waren sich alle Fahrer einig. Er fuhr mit seinem Spezi auf das Heck des Subaru Spezi von Matthias Kehn.
Unbeeindruckt von Modder und Regen ging Thomas Hohnholt (180) als Sieger der wahnsinnigen Jagd hervor, vor Siegfried Hölling (443) Pl.2 und Heinz Götsche (510) Pl.3.
Aber die Treibjagd war noch nicht am Ende. Im Superfinale trafen die Besten der Besten noch einmal aufeinander, um sich den Dreck des Birkenring´s noch mal so richtig um die Ohren zuhauen. Problem war Kurve 1 und 2, beides 180 Grad Kurven und 12 Fahrer treffen hier gleichzeitig aufeinander. Wir sprechen hier aber von den Top Fahrern der einzelnen Klassen. Alle flutschten unbeschadet durch die Schikanen und im letzten Moment schoß der ZX 10 Kanonier Thomas Hohnholt an den Kl.S Citrön von Friedhelm Meybohm vorbei und gewann das Finale.
Die Formel 1 hat einen Regen Gott, wir haben einen Modder Gott. Thomas Hohnholt ist der Gesamtsieger auf dem Birkenring in Hoope 2010.
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