Seit
1999 wird auch beim Deutschen NAVC Motorsport auf der Rundstrecke betrieben.
Es ist ein idealer Einsteigersport, können doch schon bereits 16-jährige
mit entsprechendem Nachweis in bestimmten Klassen starten.
Von der DAM genehmigte Rundstreckenrennen werden auf permanenten Rennstrecken oder geeigneten, gesperrten Straßen und Plätzen durchgeführt. Die Renndistanz muß wenigstens 15 bis 20 km je Lauf betragen, soll 10 Runden nicht unter- und 20 Runden nicht überschreiten. Jede Veranstaltung besteht aus freiem Training, Zeittraining und zwei Rennläufen. Der zweite Lauf kann über eine längere Distanz führen als der erste. Beide Rennläufe werden separat nach DAM-Punkten gewertet und die Punkte zur Tageswertung addiert. Bei Punktgleichheit entscheidet der bessere zweite Lauf. Die Nennung als Team (2 Fahrer) ist möglich. Teams, welche als
solche in der Deutschen Amateur Rundstrecken Meisterschaft gewertet werden,
müssen auch die gesamte Saison als Team starten. Ein Renntag pro Saison
darf nur von einem Teilnehmer des Teams bestritten werden. Dritte können
nicht punkten. In allen Ausnahmefällen erhält jeder Fahrer nur
die Punkte, die er in seinem Rennlauf erfahren hat. Bei Teams bestreitet
immer der 1. Fahrer das Zeittraining und den ersten Wertungslauf, der 2.
Fahrer den zweiten Wertungslauf. Maßgebend ist die offizielle Nennung
zur jeweiligen Veranstaltung. Teams werden in allen Belangen den Einzelstartern
gleichgestellt. Jeder Fahrer erhält die Hälfte der ausgelobten
NAVC-Sportabzeichenpunkte.
Der Doppelstart eines Fahrzeuges mit einem anderen Fahrer in einer höheren
Klasse der gleichen Gruppe ist erlaubt, wenn das vom Rennablauf her möglich
ist.
Es herrscht absolutes Crash-Verbot! Unsportliches Verhalten, auch wenn von Streckenposten gemeldet, kann von der Rennleitung bis hin zum Wertungsausschluß bestraft werden. Muß ein Rennen trotzdem wegen eines Unfalls abgebrochen werden, erfolgt a) innerhalb der ersten Runde Neustart
Welche Voraussetzungen muss der Fahrer erfüllen?
Zusätzlich zu den bestehenden Bestimmungen für die Gruppe
1 und 2 müssen folgende Fahrzeugbestimmungen eingehalten werden.
a) Batterie-Hauptstromschalter im Bereich der linken A-Säule (in ca. 30 cm Entfernung vom linken unteren Frontscheinbenwinkel), von innen und außen zu betätigen, mit deutlicher Kennzeichnung b) Wisch- und Waschanlage für Windschutzscheibe c) Verbundglaswindschutzscheibe d) Fensternetz (Nascar) für Fahrertür e) Ein Innen- und zwei Außenspiegel, die ungehinderte Sicht nach hinten gewährleisten f) mindestens Hosenträgergurt g) Überrollkäfig mit Flankenschutz h) 2 kg Feuerlöscher im vorderen Fahrgastraum i) Sicherheitstanks werden in allen Klassen dringend empfohlen Scheinwerfer müssen mit Klarsichtfolie oder Band abgeklebt sein und werden auch in Gruppe 2 empfohlen. Blinker vorne und hinten, sowie Bremsleuchten mit mindestens 21 Watt Leistung sind Pflicht, ebenso Abschleppvorrichtungen vorne und hinten. a) Der Motor muss in allen seinen Anbauteilen dem Reglement der Gruppe 1 entsprechen. b) Die gesamte Kraftübertragung muss serienmäßig sein, sie darf, auch in Teilen, aus einem anderen Fahrzeugtyp stammen, wenn sie ohne Änderungen und Anpassungsarbeiten verbaut werden kann und so zum Motor passt. c) Alle Fahrzeugkomponenten sind freigestellt, die Anlenk- bzw. Befestigungspunkte müssen der Serie entsprechen. d) Die Bremsanlage darf verbessert werden. e) Die Rad-Reifenkombination ist freigestellt, sie darf die serienmäßig äußere Karosseriekontur nicht überragen. f) Im Innenraum dürfen die brennbaren Teile bzw. Materalien entfernt werden. Türverkleidungen müssen erhalten bleiben, dürfen aber gegen 0,5 mm Alublech ersetzt werden. Das Armaturenbrett muss erhalten bleiben. g) Die Frontscheibe muß aus Verbundglas bestehen. Seitenscheiben dürfen gegen 5 mm dicke Sicherheits-Kunststoffscheiben ersetzt werden. Ein Fahreranzug gibt es neu schon ab 245.- Euro (Sandtler, wer günstigere kennt bitte eintragen) und einen Sturzhelm hat bestimmt noch jeder aus der Mopedzeit. Einen Preis für ein gebrauchtes, fertiges Rennfahrzeug zu nennen ist natürlich schwierig, da sind die Ansprüche doch sehr unterschiedlich. Aber so ab 2000 Euro wird man schon was Brauchbares finden. Man sollte auch mal einen Blick in einen Katalog für Sport- und Zubehörteile werfen, damit kann man sich auch einen Überblick über zu erwartende Kosten verschaffen. Das Nenngeld für eine Rundstreckenveranstaltung beträgt etwa 100-200 Euro, dazu kommen noch die Spritkosten für die Anfahrt und für das Rennauto. |
| Für Ergänzungen steht dieses Formular bereit. letzte Änderung: 18.4.2008 by RT |