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Motorsport: Autocross Motorsportberichte: Autocross in Elm am 16.5.2010
Geschrieben vonRT auf Samstag, 22.Mai. @ 15:02:06 CEST
Unterstützt durch RT

Pokalregen für den FAC in Elm.

Am 16.5.2010 startete der zweite Lauf der Stoppelfeld Autocross Meisterschaft in Elm.
190 Starter lieferten sich heiße Duelle mit den frisch renovierten Autos auf der neuen, sehr interessanten Bahnführung. Neugestaltet waren diesmal die Kurven und die Schikane. Nach dem Start ging es ca. 100m gradeaus. Um das hohe Tempo zu drosseln, mußten sich die Boliden durch eine enge Schikane zwängen.

Hier eine Startaufstellung der Kl.C. Am Kühlergrill des Fahrzeugs kann man den Fahrstil der Fahrer erkennen.
Gute Fahrer hacken sich nicht gegenseitig ins Blech, bei diesen Fünf sind die Fronten noch knitterfrei.


Dieses stellte viele Fahrer vor ein Problem. Da sie den Start gewinnen wollten, blieben sie bis zum Schluß auf dem Gaspedal. Das kam aber nicht so gut, denn die Bahnführung war durch Rundballen markiert und diese verzeihten nichts. So manch ein Wagen zerschellte am Stroh und einige Fahrer nutzten den Notausgang, was eine Verwahrnung zur Folge hatte. Wer es durch die Hürde Nr. Eins geschafft hatte, bekam die fast 180 Grad Kurve zu spüren. Wer hier noch zu schnell war, drehte sich und riskierte seine hart erkämpfte Position. Puh, das war geschafft und es folgte eine Gerade von ca.150m, bevor die letzte Kurve vor dem Start / Zielbereich angefahren wurde. Hier hatten besonders die Käfer Fahrer das Problem, das sie weiter runter bremsen mußten als die fronttriebler Piloten. Wenn man zu schnell war, kam man zu weit nach außen und verlor im losen Boden wichtige Zeit. Zu weit herunter gebremst kam der Hecktriebler mit seinem Mors (will den Kraftausdruck nicht nutzen) nicht rumm und er schob über die Vorderachse
Die Fahrer unter sich gaben sich gegenseitig den Rat, „komm einfach nur durch die erste Runde“.

Start Phase in der Kl.D, von links: Moris Fettweiß (608), Torsten Korte (589) und Kay Burkert (372)


Wieder waren 8 Jugendliche in der Kl.J unterwegs.Marlien Buck hat ihren Überschlag von Grafen unbeeindruckt weg gesteckt und konnte sich aber leider nur den siebten Platz ergattern. Am Ende des Tages sicherte sich Tobias Willshusen (691) den ersten Platz vor Philipp Hartmann (690) und Daniel Schröder (683),der es als erster nicht schaffte durch die Schikane nach dem Start zu kommen.

Im vergangenen Jahr wurde die Kl.S ins Leben gerufen und man stellte schnell fest das die serienmäßige Auspuffanlage einfach kein motorsportliches Flair hergibt. Man kam sich wie in einem Stummfilm vor. Über Winter hatte man sich Gedanken gemacht und eine Veränderung in diesen Bereich zugelassen. Nun konnten sich die auf diesem Rennen anwesenden Gäste sich auch bei diesem Rennen an sonoren Auspuffklängen erfreuen.
Torsten Murk (777) setzte sich durch und erlangte Pl.1 vor Marcel Korte (489) und den Mann, der auch als Aircraft Director (Einweiser für Start und Landung) auf einem Flugzeugträger arbeiten könnte, Rainer Diehn (404).

Der große Knall. Eckart Imbusch, Marco Meister und Sven Börger


Michael Knop (104) steuerte seinen Opel Corsa mit drei Sieges Läufen ins Ziel und belegte den klar ersten Platz in der KlasseA vor Nils Buck (412), der seinen Käfer erst für das Elmer Rennen aus dem Winterschlaf geholt hatte. Arne Burfeind vom Mc Elm schaffte es auf Pl.3.

Das Podest in der Klasse B war komplett in Gelb überzogen. Die MSG Präsentierte sich hier als dominierender Sieger und die Piloten Marco Meister (251), Timo Meister (281) sowie Enrique Reklat (368) genossen diesen Moment der Siegerehrung mit Sicherheit.

Ich, Lars Morgenroth (218), malte mir vor dem dritten Lauf den dritten Platz aus, mußte aber feststellen das die Farbe nicht die richtige war. Ich soll nicht malen sondern fahren und das am besten vorne weg. Nach dem sich Sven Börger (440) in der Startphase die Führung erkämpfen konnte, klebte mir ein BMW an der Hacke. Nun macht man auch mal Fehler. Aber muß das sein wenn da 8 Zylinder von hinten brüllen? Am Ende des Renntages sah die Platzverteilung wie folgt aus: Sven Börger (440) auf Pl.1, Heinz Götsche (510) Pl.2 der Achtzylinder und sein Pilot Sascha Liehr (319) auf Pl.3.

Frank Schütt (453) ist ein Fahrer in der Kl.D mit dem man immer zu rechnen hat, wenn es um die ersten Plätze geht. Aber auch er mußte sich eingestehen „Sachen die laufen verändert man nicht“. Neuer Leistungs stärkerer Motor + neue Reifen + alte Antriebswellen = Ausfall. Nur mit Heckantrieb macht der V8 Käfer was er will. Moris Fettweiß (608) belegte den ersten Platz vor seinem Team Kollegen Werner Markwardt (308) und Matthias Kehn (492).

Die Eigenbauten der Kl.E fühlten sich auf der Bahn sichtlich wohl und es machte Spaß sich die Positionskämpfe anzusehen. Die fünf Piloten gaben richtig Gas und letztendlich bestieg Gerd Lüchau (255) vor Team Kollegen Marco Wittkowski (500) und Reinhard Buck (401) das Podest.

Gesamtsieger Sven Börger


Ist es ein Flugzeug? Ist es Super Grobi? Nein, das ist Devil´s Toy Fahrer Gerhard Münchmeier (255). So wie es scheint hat er endlich das zuverlässige Fahrzeug was er immer haben wollte. Nach einigen Jahren mit seinem Spezi V8 und einem Leben voller Ärger, fährt er nun quasi wie auf Schienen über die Piste. Marco Wittkowski (500) und Heinz Götsche (510) klemmten sich verbissen hinter das Schwarze Monster aus Braunschweig und kämpften um Position 2 und 3. Die Treppen Belegung sah so aus: Gerhard Münchmeier (255), Heinz Götsche (510) und Marco Wittkowski (500).

Die Kl.G fällt nun Wohl oder Übel weg. Der Spezi 4x4 aus dem Hause Schuckert wurde nach einem Rennen in Ülzen verkauft. Kai Schuckert hat da aber das nächste Projekt schon im Kopf und wir dürfen gespannt sein was da auf uns zukommt.

Superfinale
12 der 190 Starter konnten sich für das Finale qualifizieren. Eine wahnsinns Aktion war auf der Bahn zu erwarten und die Zuschauer wurden für ihr Bleiben bis zum Schluß belohnt. Wie schon im Vorfeld beschrieben war die Bahn sehr eng und alle waren froh, das sie den Renntag unfallfrei überstanden hatten. Nun waren da aber auch noch die verschiedenen Fahrzeuge der einzelnen Klassen. Aber hier starten die Besten der Besten und es ging soweit am Start alles gut. Als Zuschauer war es schwierig zusagen, wer nun grade vorne war. Irgendwann, ich weiß nicht in welcher Runde es war, knallte es in der Mündung der letzten Kurve vor der Start- Zielgraden. Eckert Imbusch (246) der Käferschreck der Kl.B mit seinem Polo kam ins Schleudern und zu allen Übel wurde er von Marco Meister (251) regelrecht abgeschossen. Rennunfälle gibt es eben. Sven Börger(440) aus der Kl.C sah hier seinen Vorteil und hatte nun freie Bahn (freie Fahrt, für freie Börger). Doch im Nacken des Käfer V6 brüllt ein Audi S8, am Steuer Werner Markwardt (308) von den Blauen Jungs aus Hellingst. Die Zuschauer stehen auf, jubeln und ein Zittern geht durch die Reihen. Wer gewinnt das Finale? Von hinten, ein paar Reihen zurück, kommt ein tiefflieggender Marco Wittkowski(500) mit seinem Spezial Crosser, der von einem Hayabusa Motor befeuert wird, an. Wir befinden uns in der letzten Runde, noch heisst der Führende Sven Börger(440). Wittkowski setzt zum Endspurt an und zieht an Markwardt vorbei, der schon von Börger den Dreck um die Ohren bekommen hat. Wir sind auf der Zielgraden, Wittkowski hinter Börger und Schluß - Aus - Ende. Der Fahnenschwenker befreit Sven Börger mit der Zielflagge von der Hetzjagd und er gewinnt das Finale.

Ein schöner und nervenaufreibender Tag geht zu Ende. Insgesamt gingen an diesem Wochenende 18 Pokale in die Hände des FAC´s.

Nächstes Rennen findet am 30.05.2010 in Hoope statt.

Für die Fahrer: Informiert euch bitte noch einmal über den Ablauf der Technischen Abnahme, Öffnungszeiten und und und ...

Info wie immer auf: www.NAVC-Nord.de


Text: Lars Morgenroth
Bilder: Peter Albers


 
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