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Motorsport: Rallye Motorsportberichte: 8. F?rst von Wrede Rallye des MSC Jura am 10. 4.2010
Geschrieben vonRT auf Dienstag, 20.April. @ 07:43:54 CEST
Unterstützt durch RT

Die adelige Rallye im Frankenland
Sch?ne Wertungspr?fungen gibt es bei vielen Rallyes, gute Organisation ist beim Deutschen NAVC meistens schon Standard und ein gro?es Starterfeld haben derzeit auch andere Veranstalter. Aber einen F?rsten (Carl von Wrede) als Hauptsponsor und Namensgeber der Rallye und einen Grafen (von Hardenberg) der bei der Siegerehrung die Pokale ?berreicht, das ist wohl einmalig bei einer Motorsportveranstaltung in unseren Landen.

Das NAVC-Urgestein Hans-J?rgen Schuldes moderierte die Teamvorstellung auf der Startrampe vor dem Ellinger Schlo?


Bei 80 ist Schluss! Keine Altersbeschr?nkung f?r Rallyefahrer, sondern eine Begrenzeung des Starterfeldes wurde von den Organisatoren des MSC Jura ausgegeben. Und diese Einschr?nkung machte auch Sinn. Leider erschienen von den 80 zugelassenen, vier Teams nicht. Um 19:30 Uhr passierten die letzten Wettbewerbsfahrzeuge die Einfahrt zum Rallyezentrum auf dem Gel?nde der Spedition Fischl im mittelfr?nkischen Stopfenheim. Obwohl nur kleinere unwesentliche Verz?gerungen eintraten, ben?tigt man f?r die ca. 45 WP-Kilometer, aufgeteilt in vier verschiedene Bestzeitpr?fungen, die jeweils zweimal gefahren wurden, doch einen kompletten Tag um ein derart gro?es Starterfeld durchzuschleusen.
Nicht nur seinen guten Namen stellt F?rst Carl von Wrede zur Verf?gung, auch eine Wertungspr?fung f?hrt durch seine W?lder und an seinem Wohnsitz, Schloss Sandsee, vorbei. Die WP 1 und 3 ist mit sieben Kilometern und einem Schotteranteil von 70 % die l?ngste und auch anspruchsvollste Pr?fung der Rallye. Bereits in der allerersten Pr?fung zerst?rte Heinz Schmidt vom AC Gunzenhausen seinen Peugeot 205, zum Gl?ck aber ohne Schaden f?r die beiden Insassen. Das sollte dann auch f?r den gesamten Tag der einzige nennenswerte Unfall bleiben.

Klassen-, Gruppen- und Gesamtsieg f?r Eric Karlsson und Thomas Juchmes auf dem schnellen Audi TT


In der Gruppe 1 der Serienfahrzeuge, trieb Andreas Kropf mit seinem Beifahrer Werner Pilsl den Subaru STT vehement ?ber die Pr?fung "Sandsee" und schaffte es im zweiten Duchgang auch als einziger der Serienklassen eine Zeit unter der 4-Minuten Grenze zu fahren. Um es vorweg zu nehmen; Kropf / Pilsl von den Speedway Freunden Weidwies fuhren auf allen acht Pr?fungen Gruppenbestzeit, und gewannen mit fast 1,5 Minuten Vorsprung und einer Gesamtzeit von 24:26 Min. nicht nur die Klasse 5 (?ber 2000 ccm), sondern auch die Gruppe 1. Auf den zweiten Platz bei den Serienfahrzeugen wuchtete Marcus Ederer mit Anita Winnik vom MSC Mamming den stattlichen BMW 535i. Genau zeitgleich mit den Drittplazierten Jan und Jens Kohn auf dem Ford Focus RS konnten sie jedoch die daf?r entscheidende erste Pr?fung f?r sich verbuchen. Diese beiden Teams lieferten sich w?hrend der gesamten Rallye ein beinhartes Duell und fuhren auf drei Pr?fungen die gleiche Zeit. Die mit 14 Startern am st?rksten besetzte Serienklasse 4 (bis 2000 ccm) gewannen Andreas Frank (auch von seinem Vater wird man noch h?ren) und Katja Kre? vom AC Gunzenhausen auf einem Opel Kadett C Coupe mit sechs Sekunden Vorsprung vor Marcus Halbmeyer und Thomas Honold die mit einem VW Golf f?r den gleichen Club starteten. Die zusammengelegten Klassen 2 und 3 konnten mit dem Honda CRX Frederik Leykauf und Sonja Koller vom veranstaltenden Club MSC Jura f?r sich entscheiden.
Nach den ersten vier Pr?fungen lief dann der gesamte Rallyetross zur 90-min?tigen Servicepause im Rallyezentrum Stopfenheim ein. In allen Ecken wurde dann auch kr?ftig geschraubt, und die Rallyefahrzeuge f?r die zweite Ausfahrt wieder fit gemacht. Als WP 5 und 7 wurde die bereits aus den Anfangstagen der F?rst von Wrede Rallye bekannte und sehr schnelle Pr?fung von H?ttingen nach Kaltenbuch gefahren. Die j?ngste Pr?fung, die erst seit 2008 gefahren wird, wurde als WP 6 und 8 ein klein wenig modifiziert, und war dadurch auch sehr schnell zu fahren. Alle vier Pr?fungen der zweiten H?lfte waren eine sichere Beute f?r den Porsche 964 RS von Stefan Stamnitz und Martin Mendl. Auf der Schotterpr?fung 1 und 3 verlor das Porsche Team jedoch die eine oder andere Sekunde und belegte somit Platz vier in der Gruppenwertung der verbesserten Fahrzeuge (Gruppe 2).
Um die ersten drei Pl?tzen der Gruppe 2 wurde m?chtigt gerangelt. In WP 4 waren alle drei Teams sogar zeitgleich. Den Grundstock f?r den sp?teren Gruppen- und auch Gesamtsieg legte Eric Karlsson mit Thomas Juchmes auf dem hei?en Sitz bereits in den Pr?fungen 1 und 3 (Sandsee). Hier fuhren die beiden mit dem Audi TT zwei souver?ne Bestzeiten und konnten ihre Konkurrenten teilweise um ganze neun Sekunden (WP 1) distanzieren. In der letzten WP wurde es dann doch noch einmal eng. Elf Sekunden verlor die Audi-Besatzung auf die Bestzeit. Leztendlich konnten sich Karlsson / Juchmes mit einer Gesamtzeit von 24:15 Minuten und vier Sekunden Vorsprung als Sieger in's Ziel retten. Mit diesen vier Sekunden R?ckstand fuhr das Schweizer Rallyeteam (die F?rst von Wrede Rallye wird international) Urs Hunziker und Erwin Zumstein auf den zweiten Rang. Urs Hunziker der f?r das Lugano Racing Team startet, trieb seinen Subaru Impreza in den Pr?fungen 2 und 4 zur Bestzeit. Mit nur einer einzigen winzigen Sekunde R?ckstand nach 45 WP-Kilometern belegten Reinhard Honke (AC Bayreuth) mit Beifahrer Benjamin Sauerborn (MSC Emmersdorf), ebenfalls auf einem Subaru Impreza den dritten Platz in der Gruppe 2 und auch in der Klasse 10 (?ber 2000 ccm Hubraum).
Sie kamen aus der Schweiz in's Frankenland und fuhren auf Platz zwei im Gesamtklassement; Urs Hunziker und Erwin Zumstein mit einem Subaru Impreza


Die Klasse 9 (verbesserte Fahrzeuge bis 2000 ccm) war mit 24 Startern die am st?rksten besetzte Klasse des Tages. Auf sieben der acht Pr?fungen fuhr Wilhelm Frank mit seiner Nichte Lisa auf dem Beifahrersitz auf dem betagten Opel Kadett C Coupe die Klassenbestzeit. Damit gewann das Team des AC Gunzenhausen mit doch recht deutlichem Abstand die Klasse 9 in einer Gesamtzeit von 25:19 Min. vor Peter und Michael Wald die auf einem Opel Kadell E f?r den MSC Sennfeld starteten. Auf Platz drei in dieser Mammutklasse fuhren Rudolf und Hans-J?rgen Minor vom MSC Zorn mit einem Opel Astra GSI.

Souver?ner Sieg bei den Serienfahrzeugen f?r Andreas Kropf und Werner Pilsl von den Speedwayfreunden Weidwies und einem serienm??igen Subaru STT


Den gr??ten Abstand zwischen den Pl?tzen 1 und 2 legte Roland Dietl vom MSC Mamming mit Beifahrer Peter Bauer. Dietl man?verierte seinen Peugeot 205 GTI unheimlich flott durch die Pr?fungen und siegte in der Klasse 8 (bis 1600 ccm) mit ?ber 2,5 Minuten Vorsprung. Seine Gesamtzeit von 25:44 Min. h?tte ?brigens auch in gr??eren Klassen f?r einen vorderen Platz gereicht.
Bei den verbesserten 1300er Fahrzeugen lie? Rainer Thiel nichts anbrennen und trieb den Fiat Panda 4x4 mit vier WP-Bestzeiten (Klasse 7) und seiner Tochter Sabrina als Copilotin zum Klassensieg, gefolgt von J?rgen Hohlheimer und Wolfgang H?llerer mit dem Fiat Seicento.
Preise gab es aus der Hand von Graf von Hardenberg bei der Siegerehrung auch noch f?r das Team "Orange Braun Schnecki Motorsport" als beste Mannschaft und f?r die Geschwister Stefanie und Marion Schwarz vom AC Gunzenhausen, die mit Ihrem Peugeot 205 nicht nur als schnellstes Damenteam unterwegs waren, sondern konnten auch in ihrer Klasse einigen Herren der Rallyezunft das Nachsehen geben.

Das Team Siebert auf Fiat 131 im Drift vor Schlo? Sandsee


W?hrend die Akteure in ihren hei?en Rallyegef?hrten ganz sch?n in's Schwitzen gerieten, froren alle anderen Beteiligten, seien es Zuschauer oder auch Streckenposten, die beide sehr zahlreich die Rallyepfade s?umten, aufgrund der eisigen Winde die auf den H?hen des fr?nkischen Jura bliesen. Sp?testens bis zur Siegerehrung, die gegen 22:00 Uhr den Rallyetag offiziell beendete, hatten sich alle in der gut geheizten Halle der Spedition Fischl wieder aufgew?rmt.
Rund 150 Helfer waren an diesem Samstag notwendig, um wie jedes Jahr auch heuer eine Motorsportveranstaltung, die in jeder Hinsicht eine tolle Werbung f?r den NAVC Motorsport war, zur Zufriedenheit aller Beteiligten ablaufen zu lassen. Den Organisatoren des MSC Jura geb?hrt gro?er Dank f?r die Durchf?hrung einer Veranstaltung, die sich in den vergangenen sieben Jahren durch st?ndige Verbesserungen und der Strebsamkeit dieses Clubs zum Aush?ngeschild des NAVC Rallyesports gemausert hat.

Die ber?hmt/ber?chtigte Wasserdurchfahrt der WP1 Sandsee


Bericht: J?rgen Volkmer
Bilder: J?rgen Volkmer und www.rallye-pics.com


 
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