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Ron Gettelfinger und die UAW
Ron Gettelfinger kennen Sie nicht und was UAW bedeutet wissen Sie nicht, kein Wunder, denn Sie leben ja nicht in Amerika und Sie interessieren sich nicht besonders für die amerikanische Autoindustrie und schon gar nicht für die Gewerkschaft der amerikanischen Automobilarbeiter. Da jedoch vieles, was in den USA passiert, einige Zeit später auch in Europa akut wird, wollen wir mal einen Blick über den Atlantik wagen. UAW ist die Abkürzung für United Auto Workers, die Gewerkschaft der in der amerikanischen Autoindustrie beschäftigten Arbeiter und Angestellten. Die gebräuchliche Abkürzung für Gewerkschaften in den englisch sprechenden Ländern ist „The Units“. Die UWA ist groß und war vor einigen Jahren sehr groß. 1979 hatte sie 1,5 Millionen Mitglieder, jetzt hat sie noch eine halbe Millionen Mitglieder. In den drei amerikanischen Automobilkonzernen General Motors (GM), Ford und Chrysler ist sie stark vertreten, bei den amerikanischen Niederlassungen der japanischen und europäischen Automobilindustrie ist sie bedeutungslos. Diese Konstellation hat folgendes Resultat bei den Arbeitskosten pro Stunde: Chrysler 75,86 $; General Motors 73,26 $; Ford 70,51 $; Toyota, Honda und Nissan in Amerika 48,00 $! Ron Gettelfinger ist der Chef der UAW. Er unterscheidet sich im Aussehen
und Charakter sehr stark von dem Klischee eines deutschen Gewerkschaftsbosses.
Gettelfinger gilt als „no- nonsense guy“. Er trinkt nicht, raucht nicht,
spielt nicht. Er ist nicht fett sondern hager. Er ist fleißig und
beginnt den Arbeitstag morgens um 5.30 Uhr mit dem Aktenstudium. Im Laufe
von unzähligen Verhandlungen hat er sich den Ruf eines geschickten
Taktierers erworben.
Das alles hat nun dazu geführt, dass die Lohnnebenkosten so stark stiegen, dass die drei großen US-Auto-Firmen erheblich Marktanteile verloren gegenüber den Japanern, aber auch gegenüber den Deutschen und den Koreanern. Von !988 bis 2007 sank der amerikanische Anteil am amerikanischen Markt von über 70 % auf 50 %. In der gleichen Zeit stieg der japanische Anteil von 20 % auf 37 %, der deutsche Anteil von 2 % auf 6 % und der koreanische Anteil von 1 % auf 5 %. Nun ist es dramatisch geworden, jetzt geht es ums Ganze! Es ist ausgerechnet worden, dass die Kosten für die betriebliche Krankenkasse pro produzierten Auto 1400 $ betragen, das ist mehr als die Ausgaben für den Stahl, der für eine Karosserie gebraucht wird. Ford überlegt, ob man das Geld, was beim Verkauf der Marke Aston Martin erlöst hat, der UAW überlässt, wenn sie im Gegenzug die Betriebskrankenkasse übernimmt und mit diesem Geld einen Finanzfonds startet Ron Gettelfinger sitzt in der Zwickmühle. Bleibt er hart, riskiert er den Untergang der amerikanischen Autoindustrie, lenkt er ein, könnte die Gewerkschaft in die Bedeutungslosigkeit versinken. Für die Schwierigkeiten der US-Autoindustrie ist nun allerdings nicht allein die Begehrlichkeit der UAW bestimmend. Auch die signifikante Erhöhung des Spritpreises in USA spielt eine große Rolle. Als der Berichterstatter in den achtziger Jahren längere Zeit in USA weilte, um bei der Ford-Gießerei in Cleveland/Ohio und bei der Chrysler Gießerei in Indianapolis/Indiana Gießöfen für Auspuffkrümmer in Betrieb zu nehmen und einzufahren, und mit Leihwagen zwischen diesen beiden Städten pendelte, stand an den Tankstellen geschrieben:“ 1 gallon 98 cent, cash 1 $“. Eine US Gallone entspricht 3,78 Liter. Also ergab sich ein Literpreis von 25,92 Cent. Das entsprach damals 55,09 Dpf. Damals kostete in Deutschland 1 Liter Superbenzin 1,25 DM. Inzwischen ist der Spritpreis in USA (noch) stärker gestiegen als in Deutschland. Das heißt der US-Kraftstoffpreis hat sich dem deutschen Preis etwas mehr angenähert. Jedenfalls tut der Benzinpreis den Amerikanern jetzt weh, während die Deutschen schon Jahrzehnte höhere Kraftstoff preise gewöhnt sind. Die US-Amerikaner halten deshalb Ausschau nach verbrauchsgünstigen japanischen Hybridautos oder ganz neuerdings auch nach sparsamen deutschen Dieselaggregaten und lassen die Wagen vom heimischen Markt stehen. Wer sich beim Lesen des letzten Absatzes wundert, dass bei Barzahlung das Benzin 2 % mehr kostet als bei der Zahlung mit Kreditkarte, muss wissen, dass die Amerikaner furchtbare Angst vor Überfällen haben.
A.O.
Erst der saure Regen und nun die Klimakatastrophe Im letzten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts las man fast täglich
über den sauren Regen und über die daran Schuldigen. Als die
Schuldigen wurden erstens die Autofahrer und zweitens die Braunkohlenkraftwerke
ausgemacht. Als das Opfer des sauren Regens wurde das Waldsterben herbeigeredet.
Was ist eigentlich ein Hybridantrieb? Hybrid ist da lateinische Wort für das deutsche Wort Bastard oder
Bankert. Da der Begriff Bastard in Deutschland und besonders in Amerika
negativ belegt ist, hat man den Bastard aus Verbrennungsmotor und Elektromotor
Hybridantrieb genannt.
A.O.
Woher kommt das Rohöl nach Deutschland? Die deutsche Rohölförderung ist vernachlässigbar gering, der Löwenanteil muss importiert werden. Im Jahre 2005 kam das meiste Öl aus Russland nach Deutschland, nämlich ca. 37 Millionen Tonnen. Zweitgrößter Lieferant war Großbritannien mit 19 Millionen Tonnen. Die Nummer Drei war Norwegen mit 17 Millionen Tonnen, vor Libyen mit11,5 Millionen Tonnen, Algerien mit 4,5 Millionen Tonnen, Saudi-Arabien mit 4 Millionen Tonnen und Syrien mit 3 Millionen Tonnen. Das war nicht immer so! 1990 wurde folgende Reihenfolge notiert: Großbritannien vor Libyen, vor Norwegen, vor Nigeria, vor Saudi-Arabien, vor Russland und Venezuela. Und 1970 war es noch ganz anders. Großbritannien und Norwegen zählten noch gar nicht zu den Erdölländern. Libyen stand an erster Stelle vor Saudi-Arabien, dem Iran, Algerien, Nigeria, Kuwait, dem Irak, Russland (damals UdSSR) und Venezuela. Und wie war es 1960? Saudi-Arabien vor dem Iran, dem Irak, Venezuela, und Kuwait. Die Gesamtmenge des importierten Rohöls stieg von 1960 mit 23 Millionen
Tonnen auf 99 Millionen Tonnen im Jahre 1970. Bis 1990 fiel die Gesamtmenge
auf 72 Millionen Tonnen, weil die Spritverbrennung in den Automobilen
optimiert wurde und die Brenner in den Ölheizungen ebenfalls verbessert
wurden. Schließlich stieg der Gesamtverbrauch an Rohöl in Deutschland
bis 1990 auf 113 Millionen Tonnen, nachdem die Motorisierung auch
in Ostdeutschland stark anstieg und dort die Brikettfeuer weitgehend durch
Ölheizungen abgelöst wurden.
Der spezifische Spritverbrauch der Kraftfahrzeuge Die „allwissenden“ EU-Kommissare in Brüssel meinen, man könne
den spezifischen Spritverbrauch der Kraftfahrzeuge durch Gesetz vorschreiben.
Wohlweislich meinen sie den Durchschnittsverbrauch aller PKW. Da bereits
einige Kleinwagentypen sehr günstige Zahlen aufweisen, wollen sie
die kräftigeren Autos verbieten oder deren Fahrer mit Extrasteuern
sanktionieren. Dabei wird ignoriert, dass der Durchschnittsverbrauch der
PKW Jahr für Jahr bereits gesunken ist Der Durchschnittsverbrauch
aller PKW mit Ottomotor sank von 1997 bis 2004 von 9 Liter/100 km auf 8,4
Liter/100 km. Im gleichen Zeitraum sank der Durchschnittsverbrauch aller
PKW mit Dieselmotor von 7,3 auf 6,9 Liter/100 km. Diese Zahlen sind
auch deshalb sehr beachtenswert, weil im gleichen Zeitraum die Leistung
aller PKW im Durchschnitt von 65 auf 73 kW anstieg. Oder in Pferdestärken
ausgedrückt von 88 PS auf 99 PS.
Verkehrsdelikte im Ausland Wenn ein Deutscher im Ausland bei einer Überschreitung des Tempolimits
von einem Automaten geblitzt wurde, wurde ihm ein Strafmandat ins Haus
geschickt. Dieses Mandat war bisher nicht „vollstreckbar“. Das heißt,
es lag im Belieben des Delinquenten, ob er zahlte oder nicht. Da nach dem
Schengener Abkommen an der Grenze keine Personenkontrollen mehr gestattet
sind, war auch ein erneuter Grenzübertritt in der Regel ohne Folgen.
Das soll ab Mai 2007 anders werden. Die Innenminister der deutschen Länder
haben mit den Nachbarstaaten Abkommen geschlossen, das Ordnungswidrigkeiten
ab einer Sanktionshöhe von mindestens 60 € gegenseitig vollstreckt
werden. Das heißt, deutsche Beamte leisten ihren ausländischen
Kollegen „Amtshilfe“ und umgekehrt. So weit so gut. Was nicht berücksichtigt
worden ist, dass im Ausland zwar seltener geblitzt wird, aber dass die
Bußgelder dort wesentlich höher sind als bei uns. Und das Einlegen
von Rechtsmitteln ist auch nicht gerade einfach im Ausland, wenn man überhaupt
die nicht übersetzten Schriftstücke lesen kann.
Verkehrsberuhigter Bereich: „Wissen Sie Bescheid?“ Eine blaue Tafel mit weißen Symbolen, Verkehrszeichen 325, das
Kennzeichen für einen „Verkehrsberuhigten Bereich“, Wie müssen
sich Fahrer bzw. Radfahrer hier verhalten?
Lothar Göhler
Nicht ganz ernstzunehmende
Stilblüten aus der Versicherungswirtschaft.
Beim Heimkommen fuhr ich versehentlich in eine falsche Grundstückseinfahrt
und rammte einen Baum, der bei mir dort nicht steht.
Schon bevor ich anfuhr, war ich überzeugt, dass dieser alte Mann nie die andere Straßenseite erreichen würde Dem gegnerischen Fahrer, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war, wurde der Führerschein abgenommen. Auf halber Strecke rannte ein ortsunkundiger Hase in selbstmörderischer
Absicht auf die Fahrbahn. Es gelang ihm, sich das Leben am Kotflügel
meines Fahrzeuges zu nehmen.
Ich fuhr mit meinem Wagen gegen die Leitschiene, überschlug mich und prallte gegen einen Baum. Dann verlor ich die Herrschaft über mein Auto. Ich habe einen Zeugen, der spricht aber nur ausländisch, weil er kein Deutscher ist. Im Stoßverkehr krachte es vorne, während es gleichzeitig hinten bumste. Wir hielten auf der Böschung zum See hinunter. Dann kam es zu zwischenmenschlichen
Beziehungen, die aber abrupt aufhörten, als sich die Handbremse löste.
Ich erlitt dadurch einen Unfall, dass das Moped Ihres Versicherungsnehmers mich mit unverminderter Pferdestärke anraste. Mein Motorrad sowie ich selbst wurden wegen starker Beschädigung
abgeschleppt.
Der andere Wagen war absolut unsichtbar und dann verschwand er wieder. Als ich an die Kreuzung kam, erhob sich ein Zaun, um meine freie Sicht
zu hindern.
Der Hirsch nahm seine Beine unter den Arm und verschwand im Unterholz,
ohne sich um den Schaden zu kümmern.
Die Telegrafenmasten näherten sich mir im Zickzack-Kurs. Ich versuchte
auszuweichen, doch einer traf mich dann doch.
Ihr Versicherungsnehmer fuhr vorne in meinen Frisiersalon. Während der Reparaturzeit war ich nur beschränkt tätig. Ich konnte meine Kunden nur noch hinten rasieren und schneiden. Das andere Auto rammte mich, ohne vorher seine Absicht kundzutun! Die Fahrt war an einem Baum zu Ende. Er starb unter Alkohol! Zunächst sagte ich der Polizei, ich sei nicht verletzt, aber als
ich den Hut abnahm, bemerkte ich den Schädelbruch.
Mit Sicherheit mobil
Bonn, 27. Dezember 2006.. „Die positive Entwicklung der Unfallzahlen
in diesem Jahr sollte für alle Verantwortlichen Anlass und Motivation
sein, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
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