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Kraftstoffverbrauch geht zurück
Im Jahre 2005 ist in Deutschland gegenüber dem Vorjahr der Kraftstoffverbrauch
um 3,4 % zurückgegangen. Das hat gewiss mehrere Gründe. Ein ganz
wichtiger Grund: Viele Bewohner grenznaher Regionen sind zu Tanken ins
Ausland gefahren. Nach der letzten Ökosteuererhöhung war nicht
nur Diesel sondern auch Benzin in vielen Nachbarländern billiger.
A.O.
Einfädeln und Reißverschluss
Beide Begriffe stammen aus dem Schneiderhandwerk bzw. der Konfektion,
beide Begriffe werden zum Beschreiben und Regeln bestimmter Straßenverkehrssituationen
benutzt, leider werden sie von einer größeren Zahl der Verkehrsteilnehmer
nicht verstanden bzw. durcheinander geworfen. Das Reißverschlussverfahren
wird überdies von der Mehrzahl der LKW-Fahrer zwar verstanden, aber
nicht akzeptiert.
A.O.
Blitzer-Boom und Blitzer-Stopp
Im Landkreis Aachen hält der Blitzer-Boom an, in der Stadt Darmstadt wurden die stationären Blitzer abgeschaltet. Wieso diese unterschiedliche Philosophie? Natürlich geht es ums Geld. Im Landkreis Aachen spielten die stationären und die mobilen Blitzer in 2005 insgesamt 4,75 Millionen Euro und der Landrat muss das Geld mit niemanden teilen. Die Stadt Darmstadt darf vom Blitzergeld nur 20 % behalten, 80 % muss sie an das Land Hessen abführen. Da Darmstadt die Unterhaltskosten komplett alleine tragen muss, bleibt von den 20 % nicht genug übrig, so dass man es besser fand, die stationären Blitzer einfach abzuschalten. A.O.
Tiefensee trotzt der EU
Der neue Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee verteidigte mit Erfolg die deutsche Tradition, dass ein Führerschein lebenslänglich gilt. Die ominösen Herren und Damen bei der EU in Brüssel wollten die etwas älteren deutschen Damen und Herren, die noch den alten grauen „Lappen“ besitzen, zwingen, diesen kostenpflichtig gegen eine EU-Scheckkarte zu tauschen, die dann nicht mehr gut deutsch Führerschein heißt, sondern auf den blöden Namen „Fahrerlaubnis“ hört. Herzlichen Dank Wolfgang Tiefensee. Bleiben sie weiter skeptisch gegenüber allem, was die EU-Kommissare vorschlagen. Es ist äußerst selten etwas gutes darunter! Dänemark, Frankreich, Österreich und Polen haben sich dem deutschen Veto angeschlossen. A.O.
Stress im Kreisverkehr?
Kreisverkehre werden allerorten mehr und mehr gebaut. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass die knappen Geldmittel, die für den innerörtlichen Straßenbau zur Verfügung stehen, hauptsächlich für die Anlage neuer Kreisverkehre und für den Rückbau von Straßen zur „Verkehrsberuhigung“ verbraucht werden. Jeder Bürgermeister, der in seinem Dorf noch keinen Kreisverkehr hat, möchte gerne einen haben. Zunehmend werden auch außerhalb von Ortschaften Kreisverkehre geplant oder sind schon realisiert. Die Euphorie, mit der die Bauämter der Gemeinden und die Büros der Landesstraßenbauämter Kreisverkehre allerorts planen, wird nicht von allen Sachverständigen und Verkehrsjuristen geteilt. Deshalb wurde das Für und Wider des Kreisverkehrs beim fünften Aachener Verkehrssymposium im Dezember 2005 auf die Tagesordnung gesetzt. Dieses Symposium wird vom Aachener Anwaltsverein und dem Sachverständigen Dr.-Ing. Werner Möhler veranstaltet. Als Vorteil des Kreisverkehrs bei geringer und mittlerer Verkehrsdichte gilt der bessere Verkehrsfluss, da die Einfahrenden sich meist ohne anzuhalten einfädeln können. Bei starkem Verkehr kommt es jedoch an einzelnen Einfahrten zu Kolonnenbildung, schlimmstenfalls zum Stau. Wenn starker oder sehr starker Verkehr zu erwarten ist, ist ein zweispuriges Rondell erforderlich. Dafür braucht man erheblich mehr Platz als für einen einspurigen Kreisel. Zwischen den einzelnen Einfahrten muss ein gewisser Mindestabstand eingehalten werden, um Spurwechsel zu ermöglichen. Diesen Spurwechsel sieht Dr. Möhler als erheblichen Stressfaktor für den durchschnittlichen Kraftfahrer. Es kommt oft zu brenzligen Situationen, wenn die im Innenstreifen fahrenden Automobilisten heraus wollen und die Außenfahrenden schneiden. Baulich lässt sich das abmildern, indem man spezielle Rechtsabbiegerspuren einplant. An einzelnen Stellen findet man schon gut durchdachte Kreisverkehre, die die unterschiedlichen Verkehre an den einzelnen Einfahrten berücksichtigen. Bei Kreiseln mit sehr kleinen Radius haben die Fahrer von langen Sattelzügen Stress. Vielfach unbemerkt „räubern“ sie über die außenliegenden Bankette, was juristisch den Tatbestand einer Sachbeschädigung mit anschließender Unfallflucht entspricht. Bei Unfällen im Kreisverkehr werden statistisch gegenüber Ampelkreuzungen geringere Verletzungen diagnostiziert, aber die Sachschäden im Kreisverkehr sind erheblich teurer als bei den Ampelkreuzungen. Das resultiert aus dem sehr spitzen Kollisionswinkel der beteiligten Fahrzeuge, der dazu führen kann, dass beide Kontrahenten eine ganze Wagenlängsseite abschreiben müssen. Auch die Verursacherfrage ist bei der Kollision im Kreisverkehr oft nicht zu klären, während sie bei der Ampelkreuzung in der Regel leicht zu beantworten ist. Dr. Möhler fasste ironisch zusammen: “Unfälle im Kreisverkehr werden noch lange Zeit für Polizei und Justiz, Versicherungsexperten und Kfz-Sachverständige viel Arbeit bringen.“ Von starkem Verkehr spricht man bei einer Tagesbelastung von 20.000 Fahrzeugen, dann ist anzunehmen, dass der Verkehr in einem einspurigen Kompaktkreisel zeitweise zusammenbricht. Bei dieser hohen Verkehrsbelastung ist eine mehrspurige Ampelkreuzung einem mehrspurigen Kreisverkehr vorzuziehen A.O.
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